Unser Konzept

Unser Waldkindergarten stellt sich vor

Inspiriert durch die Naturpädagogik aus Schweden und Dänemark gründeten engagierte Eltern 1999 den ersten Waldkindergarten Kölns und nannten ihn „Waldwichtel e.V.“ .  Bis heute wird dieser wundervolle Ort für Kinder Dank ihrer motivierten Eltern und Dank der naturverbundenen Erziehenden mit viel Liebe weiter geführt.

Für die förderreiche Entwicklung der 3-6 jährigen Kinder steht uns ein großes Waldgebiet in Köln-Brück zur Verfügung. Als Standort und Treffpunkt stehen zwei hübsch bemalte und praktisch ausgebaute Bauwägen auf einem Waldparkplatz. Von dort aus wandern die Erziehenden mit den 20 Kindern täglich an einen der 12 verschiedenen Spielorte des Waldes. Bepackt mit eigenem Rucksack (Frühstück) und einer großen Portion Entdeckungs- und Bewegungsdrang starten die Waldwichtel ihren Tag im Wald.

Bereits auf diesen Wegen zu den Spielorten wird den Kindern die wichtige Zeit zum Entdecken gegeben. Hierbei erklären die Erziehenden und begleiten fachmännisch die erlebten Lernsituationen. Ohne theoretische Unterrichtsstunden oder trockene Vorträge vermitteln die Erziehenden fundiertes Wissen über unsere Umwelt. Die Kinder Lernen durch Erleben und Entdecken!

Die Waldwichtel lernen während ihrer Kindergartenzeit, dass der Wald ein riesengroßes, wundervolles Ökosystem ist, in dem tausende Pflanzen und Lebewesen zu Hause sind. Jeder Grashalm, jeder Baum, jeder Vogel, jede Ausscheidung und jeder Pilz gehören zu diesem Ökosystem dazu und alles hat seine spannende Aufgabe und Wirkung. Auch wir Menschen!

So können unsere Kinder verschiedene Baumarten erkennen und benennen. Sie wissen wie deren Früchte aussehen und heißen. Unsere Kinder erkennen Wildschweinspuren und wissen wie alt diese Spuren ungefähr sind. Unsere Kinder lernen Vogelstimmen auseinander zu halten und Vogelarten anhand des Gesangs zu bestimmen.

Dies sind wenige Beispiele der grundliegenden Fähigkeiten, die nur vermittelt und erlernt werden können, wenn die Kinder diese „live“ wahrnehmen und erleben dürfen.

Und genau diese Aspekte bilden und unterstützen den größten Teil unserer Konzeption :

-Die Förderung der Eigenverantwortlichkeit + des positiven Selbstbildes

-Lernen in ganzheitlichen Zusammenhängen (durch entdeckendes Lernen)

-Umwelterziehung und Naturpädagogik

-Grob- + feinmotorische Entwicklungsförderung

-Förderung der sozialen Kompetenzen – gemeinsame Erlebnisse stärken den Zusammenhalt

-Die Förderung von Phantasie und Sprachentwicklung durch den Verzicht auf vorgefertigtes Spielzeug

Darüber hinaus konzentriert sich unser Waldkindergarten auf ähnliche Ziele wie gewöhnliche Einrichtungen:

Wir orientieren uns an den Rahmenbedingungen der frühkindlichen Förderungen laut dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) und achten in unserem Alltag darauf, regelmäßige Bildungsangebote während der Freispielphasen durchzuführen.

Aufgrund der Besonderheit unserer Einrichtung muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass AUCH Waldkinder in unserem Alltag Ordnungssysteme kennen – und einzuhalten lernen. Auch die Vorbereitung auf die Schule wird im Waldkindergarten gewährleistet. So lernen unsere Kinder während täglicher Rituale (z.B. Morgenkreis oder gemeinsames ruhiges Frühstück) sich trotz all der äußeren Einflüsse zu konzentrieren und „mit zu arbeiten“. Bei uns beginnt die sogenannte „Vorschularbeit“ ab dem dritten Lebensjahr.

Unser Waldkindergarten ist für die Kinder also ein Ort der Entdeckungen, der Bewegungsfreiheit und des ganzheitlichen Lernens, eingebettet in der natürlichen Umgebung des Königsforster – Waldes. Hier werden erste wahre Freundschaften geschlossen und Streitigkeiten gelebt und geklärt.

Für unsere Eltern ist der Waldkindergarten ein Ort, an dem sie ihre Kinder wohl behütet und bestens gefördert wissen. Die Eltern selbst gestalten den Kindergarten aktiv mit. Gemeinschaftliches Arbeiten und Erreichen von Zielen schweißt zusammen und deshalb schätzen auch unsere Eltern diesen Ort als Begegnungsstätte wo sich echte Freundschaften zwischen Erwachsenen bilden können.

Diese Atmosphäre ist spürbar! Die Eltern haben zu ihrem Kindergarten und uns Erziehenden ein besonderes Verhältnis, welches sich durch offene, ehrliche und wertschätzende Kommunikation in der Zusammenarbeit zeigt.

Der Waldkindergarten ist für uns Erziehende weit mehr als nur ein Ort an dem wir unsere Stunden abarbeiten. Als Mitarbeiter des Waldkindergartens braucht es ein besonders hohes Maß an Naturverbundenheit und Robustheit. Die Liebe zur Natur und die Liebe zur täglichen Arbeit mit unseren Kindern fliesst hier nahtlos ineinander über. Darüber hinaus schenkt uns der Wald einen Ort an dem wir in aller Ruhe mit den Kindern sein dürfen. Wände sorgen in Einrichtungen oft für unangenehme Lautstärke und schlechte Luft. Die Erziehenden des Waldkindergartens genießen während ihrer Arbeitszeit die Freiheit der Schallwellen und die frische Waldluft!